RepairCafé am 17. Januar 2019 in der Bürgerstraße

Wow – das Emmers war heute sehr gut besucht! Unsere helfende Hand wird gut angenommen.

So war unserer erster Patient ein Sony „TA-F445R“ Vollverstärker, bei dem der rechte Kanal nicht verstärkt wurde. Der linke Kanal arbeitete auch nicht ordentlich. Wir haben den Kraftprotz erst einmal untersucht und versuchten, die Schaltpläne zu organisieren.

Kopfhörer sind bei uns nicht selten – aber heute als funkende Variante vertreten. Bei einem Sennheiser Funkkopfhörer (in analoger Technik!) war die linke Seite taub. Bedauerlicherweise konnten wir hier nur den Defekt des Lautsprechers diagnostizieren und leider nicht reparieren – Schade…

Einer Benutzerin war ihr Laptop und ihre externe Festplatte suspekt. Sie hatte keinen Zugriff auf die Daten ihrer externen Festplatte auf anderen Rechnern. Es stellte heraus, das auf dem Datenträger nur eine Verknüpfung erstellt wurde. Wir berieten unsere Klientin und sie war begeistert vom RepairCafé.

Bei einem „Zauberstab“, einem Küchenmixstab der ESGE GmbH, brummte der Motor nur noch, aber drehte sich nicht mehr. Nach einer Reinigung des Innenlebens stellte sich wieder eine gewisse rotatorische Bewegung ein. Reparatur gelungen, Patient lebt und der Welt 300g Elektroschrott erspart.

Ein Lenovo „X230“ Tablet zeigte einen „bunt rauschenden Steifen“ am IPS-Panel an. Nach der Demontage des Rechners (mithilfe von Lenovos Hardware Maintenance Manual auf den Seiten von https://thinkwiki.de) stellten wir jedoch keinen Defekt des IPS-Displays fest. Als Übeltäter zeigte sich diesmal das Flexband zwischen Mainboard und Anzeige. Bei einer kleinen Berührung ließ sich der Fehler provozieren. Unser Gast wird, wenn dieses Problem weiterhin auftritt, das Flexkabel austauschen und somit dem Planeten 1800g Elektroschrott ersparen!

Bei zwei roten Spielzeugtelefonen aus der Zeit der DDR, die vor einiger Zeit schon einmal bei uns waren, konnte keine Verbindung hergestellt werden. Beide Flachbatterien, welche gerade erst zwei Monate im Einsatz waren, sind am Ende ihrer Lebenszeit angekommen. Hatte da jemand zu lange ins sozialistische (oder gar ins kapitalistische) Ausland telefoniert? Nein – die Primärzellen sind einfach überlagert und waren dadurch entladen. Ob die Telefone fürs Kinderzimmer arbeiten, werden wir bei einem der nächsten Termine mit frischen Batterien testen.

Ein weiterer Patient an diesem Tag war ein Helikopter – vermutlich aus Bodenhaltung. Dieser hatte anscheinend Höhenangst, denn selbst bei voller Drehzahl wollte er nicht aufsteigen. Unser Fachmann für Flugmodelle verpasste dem Schraub-o-Kopter neue Rotorblätter und einen neuen Akku. Nach einer Energiespende konnte sich unser junger Pilot wieder an seinem fliegenden Spielzeug erfreuen und der Erde wurden 20 g Elektroschrott erspart.

Ein weiterer, jedoch nicht unbekannter Vertreter aus dem Kreise der Verstärker besuchte uns heute ein zweites Mal. Dieser Sony „STR DE 355“ Receiver war bereits am 15. November bei uns. Damals wie heute zeigte sich das gleiche Fehlerbild: es fiel der rechte Frontkanal aus. Bedauerlicherweise ließ sich der Fehler nur schwer eingrenzen. Es ist wahrscheinlich ein Wackelkontakt. Wir vermuten ein Problem mit einem der NF-Relais. Aus Zeitmangel konnten wir heute nicht viel an diesem Verstärker machen.

Ein energieloses Siemens DECT-Telefon wollte einfach keine Verbindung mehr aufnehmen. Es stellte sich heraus, dass die Akkus verbraucht waren. Mit neuen NiMH-Akkus für Telefone wird das Mobilteil wieder arbeiten. Es ist ein sehr häufiger Fehler, der einfach zu beheben ist und der Natur 300 g Elektroschrott erspart.

Der letzte Patient des Tages war ein Milchaufschäumer. Hier konnten wir nicht mehr helfen, denn das Heizelement war defekt. Ein Ersatzteil ist, wie so häufig, teuer als ein neues Gerät.

Unsere Bilanz des Abends: rund 2,4 kg weniger Elektroschrott!

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  • Zuletzt geändert: 2019/02/27 18:55
  • von erik