RepairCafé am 27. Februar 2018 im Rosenwerk

Drei Gäste mit ihren kaputten Geräten fanden zum heutigen Termin den Weg ins Rosenwerk, sodass es an diesem Abend doch etwas ruhiger zuging. Erfreulicherweise konnten wir diesmal einen neuen Mitstreiter bei uns begrüßen, der fleißig mitreparierte und uns zukünftig gerne regelmäßig unterstützen möchte. Ein anderer Besucher informierte sich zudem über die Arbeit im RepairCafé und schaute uns interessiert über die Schulter. Vielleicht bekommt unser Team ja bald noch mehr Verstärkung?

Den Anfang machte eine HiFi-Kompaktanlage von Telefunken, deren CD-Lade sich nicht mehr öffnete. Beim inspizieren des Laufwerks sahen wir, dass das Kunststoffteil des CD-Laufwerkträgers an mehreren Stellen gebrochen war. Der Schaden stellte sich als so gravierend heraus, dass er mit vertretbarem Aufwand nicht repariert werden konnte. Damit ist das Laufwerk leider Schrott und die Anlage bleibt weiterhin ohne CD-Funktion nutzbar.

Unser Gast vom vorigen Termin auf der Dürerstraße erschien diesmal wieder mit der Computermouse seiner Tochter, die von ihrem Rechner angeblich nicht mehr erkannt wird. Beim Test mit dem eigenen sowie am vom Besucher mitgebrachten Notebook offenbarte sich allerdings schnell, dass nicht dies das Problem war, sondern vielmehr die rechte und linke Taste unter einem Wackelkontakt litten. Eine genauere Begutachtung der Leiterplatte ließ dann auch einige verdächtige Lötstellen und gerissene Leiterzüge erkennen, die wir mit etwas Kupferdraht und Lötzinn ausbesserten. Hiernach zeigten die Taster wieder zuverlässige Funktion.

Bei einem weiteren Problem konnten wir dem Gast hingegen nicht weiterhelfen: eines seiner zwei mitgebrachten Mobiltelefone sollte seiner Aussage zufolge Schwierigkeiten mit anderen SIM-Karten haben. Vermutlich war dieses Telefon mit einem SIM-Lock versehen und akzeptiert daher lediglich betreibereigene Karten. Ein Test mit der anderen Karte aus dem zweiten Gerät scheiterte jedoch daran, dass der Gast die zugehörige PIN nicht mehr wusste und wir das Problem somit nicht nachvollziehen konnten. Eventuell kommt er beim nächsten Mal mit der richtigen PIN wieder.

Dem Philips „EssentialCare Travel“ Reiseföhn, den unser nächster Besucher vorbeibrachte, war gewissermaßen „die Puste ausgegangen“, denn der Motor drehte sich nicht mehr. Vor der Fehlersuche galt es zunächst, das kompakte Kunststoffgehäuse zu öffnen, was sich als wahre Herausforderung entpuppte. Dieser Haartrockner war offensichtlich nicht für eine Reparatur konzipiert worden. Beide Gehäusehälften wurden durch Schnappverschlüsse zusammengehalten und ließen sich zudem erst voneinander trennen, nachdem die fest verklebte Abdeckkappe auf der Ansaugseite entfernt war. Bis hierhin hatte der Föhn bereits zahlreiche unschöne Blessuren erlitten. Nach einigen Tests und Durchgangsprüfungen kamen wir dann schließlich zu dem Schluss: von einer separaten Spannungsquelle gespeist, läuft der Motor tadellos. Irreparabel kaputt ist hingegen eine der Heizwicklungen, die im Betrieb zugleich als Vorwiderstand des Motors fungiert. Mit jenem Defekt wird der Heißluftpuster nun also leider seine letzte Reise antreten müssen.

Eine optimistischere Diagnose konnten wir dagegen bei einer Bosch Kaffeemaschine stellen, die der Gast ebenfalls im Gepäck hatte. Bei dieser war die Stufenauswahl nur noch eingeschränkt möglich, denn die Stufen 2 bis 4 funktionierten nicht mehr. Als Ursache machten wir ein defektes Relais auf der Steuerplatine aus, welches normalerweise für die Stufenumschaltung zuständig ist. Sobald hierfür ein passendes Ersatzteil beschafft ist, wird die Reparatur fortgesetzt.

Mit der vor dem Wegwurf bewahrten Computermouse konnten wir heute lediglich 100g Schrott vermeiden.

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  • Zuletzt geändert: 2018/04/06 19:11
  • von thomas