RepairCafé am 9. Mai 2018 in Freital

Bei einer Kaffeemaschine „Bosch TKA 6644“ ließ sich der Ein-Schalter nicht mehr bedienen, er war im Gehäuse verschwunden. Wir zerlegten das Gerät und erkannten den Fehler. Der Schalter war so billig konstruiert, dass die Abdeckkappe der Schaltwippe den Schalter im Gehäuse halten sollte. Er hatte keine weitere Befestigung. An der Kappe war eine kleine Plastiknase abgebrochen und so hielt der ganze Schalter nicht mehr. Wir setzten den Schalter wieder an seine Position und klebten die Abdeckkappe fest. Nun lässt sich die Maschine wieder ein- und ausschalten.

Ein HiFi-Turm „Philips FW 46/22“ wollte keine Kassetten mehr abspielen. Nach einem aufwändigen Auseinanderbauen zeigte sich der übliche Fehler, dass die Gummiriemen nach einigen Jahren an Spannung verloren und eine andere Konsistenz angenommen haben. Leider passte keiner unserer vorrätigen Riemen, sodass die Besitzerin bis zum nächsten Mal neue Riemen besorgen muss. Dann können wir daran weiter arbeiten.

Die Stäbe eines Handrührgeräts „Krups 3 Mix 7000“ brauchten häufig eine Anschubhilfe und blieben bei schwerem Rührgut stehen, obwohl der Motor sich weiter drehte. Nachdem wir im Internet gefunden hatten, wo sich die Gehäuseschrauben versteckten, öffneten wir das Gerät. An den Plastikzahnrädern des Getriebes konnten wir eine Stellung erkennen, wo die Antriebsschnecke die Zähne „weggefresen“ hatte. Dieser „Totpunkt“ sorgte für die Stockungen. Hier helfen nur neue Zahnräder. Im Internet war nur eine komplette Antriebseinheit mit Motor zu finden, die Besitzerin will nochmal in Ruhe nach Ersatzteilen suchen und wiederkommen.

Ein Fahrrad wurde zu uns geschoben, weil es wegen eines platten Hinterrades nicht mehr fahrbar war. Wir bauten das Hinterrad aus. Das ging wegen der Schnellspanner seht einfach. Der Mantel ging auch leicht von der Felge. Nun konnten wir eine poröse Stelle des Schlauchs am Ventilansatz feststellen. Zum Glück hatte der Besitzer gleich einen neuen Schlauch mitgebracht, Der auch schnell eingebaut war. Dann noch das Rad montiert und Luft aufgepumpt. Jetzt kann der Besitzer sich wieder sportlich fortbewegen.

Eine Bluetooth-Musikbox war dem Besitzer herunter gefallen und ließ sich seit dem nicht mehr aufladen oder benutzen. Demontieren ließ sich das Gerät gut. Der Akku war mit einem Haltebügel am Boden des dosenförmigen Gehäuses untergebracht. Leider reichte seine Haltekraft während des Sturzes nicht aus, der Akku verrutschte und wurde gegen eine Befestigung gedrückt. Dabei ging offenbar die kleine Elektronikplatine des LiPo-Akkus zu Bruch. Wir suchten intensiv nach einem Ersatzakku für das teure Gerät (ca. 80 €), fanden aber keinen. Unvorstellbar. Also wagten wir eine Reparatur, in dem wir die unterbrochenen Leiterbahnen wieder herstellten und die verformte Platine in ihrer Lage mit Epoxydharz-Kleber fixierten. Ein unermüdlicher Helfer mit Adleraugen und Feinmechanikerhänden machte es möglich. Das Gerät funktionierte wieder.

Ein weiteres Handrührgerät „HIT MX 1611“ ließ sich nicht mehr ausschalten und schlug beim Betrieb Funken. Nach dem Öffnen konnten wir sehen, dass der Schalter völlig verkokelt war. Die Schaltkontakte waren verbrannt. Reparieren konnten wir das nicht und ein Ersatzteil war leider auch nicht zu bekommen.

Ein Kofferradio "Panasonic GX500" hatte im Batteriebetrieb einen Wackelkontakt. Mal spielte es Musik, mal wieder nicht. Offenbar machte es etwas aus, wenn man an den Batterien wackelte. Die Batteriekontakte war verschmutzt. Wir reinigten sie mit einem Glasfaserpinsel und dann funktionierte das Radio wieder zuverlässig.

Die Fernbedienung des selben Besuchers hatte Aussetzer auf manchen Tasten. Wir schauten und die Gummimatte im Inneren an und konnten sehen, dass die Widerstandsschicht an den meist gebrauchten Tasten abgenutzt war. Dafür gibt es leider keine zuverlässige Reparaturmöglichkeit. Hier ist eine neue Fernbedienung nötig.

In einem Tintenstrahldrucker „HP OfficeJet 5610“ wurden die Druckpatronen nicht erkannt. Es handelte sich nicht um Originalpatronen. Wir suchten im Internet nach einer Lösung, fanden aber nur wage Beschreibungen und Mutmaßungen, dass es ein Schutzmechanismus des Herstellers gegen Patronen von Drittanbietern handelte. Wir konnten nicht weiter helfen, empfahlen aber lieber Originalpatronen zu verwenden.

Im Rahmen dieser Veranstaltung konnten wir 2,5 kg Abfall vermeiden.

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  • Zuletzt geändert: 2018/05/13 22:27
  • von erik