Dies ist eine alte Version des Dokuments!
RepairCafé am 14. Dezember 2017 in Freital
In den Tagen vor dem heutigen RepairCafé haben wir etwas Werbung für die Veranstaltung in der Lokalpresse gemacht und das hat seine Wirkung offenbar nicht verfehlt. Schon zu Beginn warteten 5 Besucher*innen darauf, mit uns ihre mitgebrachten Gegenstände zu reparieren.
Wir starteten mit einem „Philips“-Staubsauger, der zu Hause nicht mehr lief. Hier bei uns ging er wieder problemlos, nachdem wir die Saugleistung von „0“ auf einen höheren Wert einstellten. Auch bei einem intensiven Test konnten wir keinen Fehler finden und gehen son einer Fehlbedienung aus.
Bei einer „Privileg“-Nähmaschine fitzte der Faden immer beim Nähen. Trotzdem die Besitzerin uns versicherte die Nadel erst kürzlich erneuert zu haben, untersuchten wir diese bekannte Fehlerquelle. Tatsächlich stellte sich heraus, dass die Nadel nicht richtig eingebaut und leicht verbogen war. Nachdem wir sich wieder richtig eingesetzt hatten, flutschte sie ohne Probleme durch ihre Führung und sorgte nicht mehr für ein Fadenchaos. Wir empfahlen der Besitzerin die immer noch leicht verbogene Nadel bald zu wechseln.
Ein „Yamaha“-Keyboard wollte auf den mittleren Tasten keine sanften Töne mehr spielen. Es gab nur noch Laute von sich, wenn der Besitzer stark auf die Tasten hämmerte. Die Anschlagsdynamik war hier defekt. Wir untersuchten das Gerät uns stellten verschmutzte Widerstandsbahnen fest, die wir mit Isopropylalkohol reinigten. Das führte noch nicht ganz zum Erfolg, erst das schleifen der Abnehmerfinger über Papier zeigte, dass hier noch Korrosion zu entfernen war. Danach spielte das Keyboard wieder wie gewünscht und der Besitzer uns einen schönen Tango vor. Leider fehlten die Tänzer …
Ein „Philips“-BluRay-Player kam der Aufforderung, die eingelegte Scheibe herauszugeben nur noch selten nach. Wir untersuchten den Player und vermuteten zuerst fehlende Schmierung der Plastik-Gleitbahnen. Die wurden geschmiert, aber die Lade öffnete sich nicht deutlich besser. Als nächstes sahen wir uns den Antriebsriemen an, mit dem der Motor die bewegt und siehe da, der war ausgeleiert und hart geworden. Zum Glück haben wir solche Riemen immer dabei und er konnte sofort ersetzt werden. Danach ging es viel besser, aber immer noch nicht perfekt. So verabreichten wir dem „Auf und Zu“-Taster noch einen Spritzer Kontaktspray. Das Grät funktioniert wieder wie gewohnt.
Bei einem „HP“-Tintenstrahldrucker konnten wir leider nicht viel helfen. Beim Einlegen der Ersatzpatronen hatte die Besitzerin etwas falsch gemacht und nun zeigte das Gerät einen Fehlercode an. Dieser wies auf ein defektes Tintensystem hin. Wir versuchten einige Tipps aus dem Internet, hatten aber keinen Erfolg. Da ist ein neuer Drucker nötig.
Der Einschaltknopf einer „Nikon Coolpix“-Fotokamera funktionierte nicht mehr und rutschte immer wieder ins Gehäuse. Die Besitzerin hatte das Gerät schon zerlegt und nachgeschaut. Bei uns holte sie sich Rat, wie das zu reparieren wäre. An dem sehr filigranen Plastikteil war offenbar eine kleine Nase abgebrochen, die einen Kontakt auf der Leiterplatte betätigt. Wir könnten versuchen die Nase mit Epoxidharz-Kleber nach zu bauen oder die Besitzerin organisiert ein Ersatzteil. Sie will es sich überlegen.
Die Stehlampe vom letzten Mal konnte mit den besorgten Ersatzteilen repariert werden und die Helligkeit ist komplett einstellbar.
Ein „Epson“-Tintenstrahldrucker wollte nicht mehr drucken. Wir vermuteten eine leere Tintenpatrone. Die Besitzerin versuchte bei den lokalen Händlern eine zu bekommen, aber der Drucker war zu alt. Wir bestellten eine Patrone online und werden sie beim nächsten Mal einsetzen.
Die Netzteilverbindung eines „Lenovo“-Notebooks war unsicher. Wir vermuteten einen Wackelkontakt an der Netzteilbuchse, aber die stellte sich als in Ordnung heraus. Vermutlich handelt es sich doch um einen Kabelbruch am Stecker. Der Besitzer wird zu Hause ein anderes Netzteil probieren. Falls das der Fehler ist, können wir bei einem nächsten RepairCafé den Stecker wechseln, falls er ein Ersatzteil besorgt.
Heute war das letzte RepairCafé 2017 in Freital. Wir danken den Mitarbeiterinnen des Umweltzentrums Freital und des ZAOE für die Unterstützung im vergangenen Jahr und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit im nächsten Jahr.
Diskussion