RepairCafé am 20. Dezember 2022 im MakerSpace der SLUB

reparieren im Weihnachts-LookDas vorletzte Repaircafe des Jahres fand im SLUB Makerspace statt. Der erste Patient war ein 10 Jahre alter Verstärker „Yamaha RX 397“, welcher sich nicht mehr einschalten ließ. Nach der Inspektion stellte sich der Schuldige heraus, ein 2,2-kΩ-Widerstand war defekt. Nach dem Austausch ging der Verstärker wieder.

Als nächstes war ein 17 Jahre alter Beamer „Benq PB6210“ an der Reihe, welcher nicht mehr richtig anlief. Vermutlich lag dies an einem Lampenfehler. Die Reparatur wird fortgesetzt, sofern ein Ersatzteil organisiert wird.

Ein Küchenradio „Rossmann Ideenwelt“ ließ sich bereits nach einem Jahr nicht mehr einschalten. Schuld daran war allerdings diesmal nicht der Hersteller, sondern falsch herum eingesetzte Batterien. Kaum waren diese richtig eingesetzt, lief es wieder einwandfrei. So leicht kann es auch manchmal sein.

Ein 7-Jahre alte Smartphones „Sony Xperia Z3“ hatte ein gesprungenes Display mit nicht mehr reagierendem Touchscreen. Mittels USB-Maus und USB-OTG-Kabel konnte das Gerät zumindest wieder bedient und die Fotos und Kontakte auf die SD-Karte gerettet werden. Ob der aufwendige Austausch des verklebten Gerätedisplay wirklich durchgeführt werden soll, wird sich in einem zukünftigen RepairCafé zeigen.

Manchmal erwischt es auch die eigenen Geräte, die Lötstation „Weller“ vom Makerspace hat einen Lötkolben „WEP 997A“, der sehr lange zum Warmwerden benötigt und beim Löten kaum thermische Energie nachführt. Anscheinend hat der Kolben einen sehr hohen thermischen Innenwiderstand. Zwischen dem Heizelement und der Lötspitze wurde der Luftspalt mit einer dünnen Alufolie aus der Küche testweise ausgefüllt um den thermischen Widerstand zu verringern. Der Lötkolben erwärmt sich jetzt nicht mehr so schnell - man kann jedoch jetzt etwas besser Löten. Zeigt die Modifikation in Zukunft ein besseres thermisches Führungsverhalten, werden wir die „Testfolie“ gegen ein ordentliches Kupferröhrchen ersetzen.

der MP3-Player unter dem MikroskopDer 10 Jahre alte Laptop „ASUS S550 CM“ erkennt in seinem DVD-Laufwerk keine DVDs mehr. Mittels einer Druckluftkur konnte der Laser gereinigt werden und funktioniert wieder ordnungsgemäß. Ein zweiter Fehler an dem Gerät war, dass der Bildschirm nur bei ganz bestimmtem Neigungswinkel auch ein Bild anzeigte. Nach dem Zerlegen wurde ein defektes Displaykabel am Scharnier identifiziert. Ein Ersatzteil ist bestellt und wird das nächste Mal eingebaut.

Ein härterer Fall war ein MP3-Player „Philips Go Gear Mix 4GB“. Nach 10 Jahren Nutzung ging er nicht mehr richtig an. Nach dem etwas fummeligen Öffnen stellte sich raus, dass der USB-Stecker samt Ankerpunkte herausgerissen war. So kann der Akku natürlich nicht geladen werden. Normalerweise kann man die Pins recht leicht wieder anlöten, problematisch war in diesem Fall, dass das auch das 5V-Pad von der Leiterplatte abgetrennt wurde. Es fehlte also das Gegenstück auf der Platte um den Pin wieder anzulöten. Mittels einer Brücke aus Entlötzlitze konnten wir das Problem umgehen, allerdings musste wir dafür eine passende 5V-Stelle finden. Glücklicherweise konnte mit dem Mikroskop des Makerspaces schnell der nächstgelegende Punkt ausfindig gemacht werden. Nach etwas Lötarbeit, bei der auch die restlichen Pins & Anker des USB-Steckers wieder angelötet wurden, ließ sich der MP3-Player wieder aufladen und schließlich auch wieder einschalten. Wir wünschen viel Spaß beim Joggen mit Musik!

Eine vier Jahre alte Schreibtischlampe hatte einen defekten Schnurschalter aufgrund eines herausgerissenen Kabels. Wir haben das Kabel gekürzt, mit Kabelbindern gesichert und die Kontakte wieder angelötet.

In der „Nähabteilung“ gab es heute 2 Jeans, welche beide im Schritt aufgerissen waren, durch den normalen Verschleiß und Fahrrad fahren. Die Löcher wurden mit Flicken genäht. Jetzt sollte die kalte Jahreszeit wieder besser überstehbar sein.

Ein fast 10 Jahre alter Handmixer „WMF 3“ ließ sich nicht mehr einschalten. Nach Aufschrauben und Inspektion fanden wir eine ausgelöste Thermosicherung. Nach Austausch lief das Gerät wieder. Wir rieten der Gästin zum gemächlicheren Mixen mit Abkühl-Pausen. Zu guter Letzt ein Smartphone „Samsung Galaxy A10“, welches einen schwarzen Punkt bei Bildern mit der Rückkamera hatte. Hier hat sich offensichtlich ein Staubkorn an einer ungünstigen Stelle gemütlich gemacht. Hier half letztendlich eine ordentliche Portion Druckluft aus dem Makerspace-Kompressor um wieder ein klare Bilder zu schießen.

Heute konnten wir 9,2 kg Müll vermeiden.

- Olli

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  • von erik