RepairCafé am 3. September 2020 in der Dürerstr.

Mit der Lockerung der Hygienebestimmungen im Vereinshaus konnten wir heute 4, statt sonst 3, Arbeitsplätze einrichten. Auch besuchten uns erstmals Gäste wieder, die sich nicht angemeldet hatten. Allerdings mussten sie auch eine ganze Weile warten oder auf einen anderen Termin ausweichen.

Los ging es mit einem HP Notebook, dass sich wegen Überhitzung manchmal ausschaltete. Nach 12 Jahren zuverlässigem Gebrauch hat es schon mal eine Reinigung verdient. Es wurde also bis einschließlich der Kühlkörper demontiert, gereinigt und mit neuer Wärmeleitpaste wieder zusammengebaut. Die BIOS-Batterie kontrollierten wir natürlich auch gleich mit.

Der mitgebrachte Laserdrucker von Samsung wollte einfach nach 3 Jahren die eingesetzte Toner-Kartusche nicht mehr erkennen. Nach allen Test konnten wir nur vermuten, dass der Chip am Toner defekt ist. Der Besitzer versorgt einen Neuen.

Der nächste Drucker, ein „HP OfficeJet 4500“, wollte gar nicht erst angehen. Hier untersuchten wir das Netzteil, an dem aber kein offensichtlicher Defekt erkennbar war. Bei der Überprüfung der Halbleiter auf der Hauptplatine fanden wir dann aber doch eine defekte Diode, die wir auch ersetzen konnten. Leider fehlte dann immer noch eine Spannung und die weitere Ursachensuche führte zu einem defekten Controller, den es als Ersatzteil leider nicht zu bekommen gibt.

Ein Gast hatte 2 Discmann von Daewoo mit. Der eine lief wenigstens an, aber eine Reinigung der Optik und auch ein Nachstellen des Lasers brachte keinen Erfolg. Zwar brachten wir ihn soweit, dass er die CDs jetzt erkannte und auch mit dem Abspielen der Titel begann, aber das Abgehackte was da zu hören war eine Zumutung. Mit dem Zweiten hatten wir dann mehr Erfolg. Nach dem Anlöten eines Drahtes am Batteriefach funktionierte er wieder.

Bei einem erst 5 Jahre alten CD-Radio ging gar nichts mehr. Hier war die Ursache recht schnell festgestellt und behoben … der Mode-Umschalter brauchte nur ein bisschen Kontaktspray.

Eine Besucherin hatte 2 elektrische Schreibmaschinen im Gepäck. Die ältere davon hatte sie schon eine Weile nicht mehr in Gebrauch, da war auch das Typenrad ausgebaut. Die neuere ließ dafür immer mal einen Buchstaben weg. Hier konnten wir wenigstens wieder eine Maschine dazu bringen, einen ordentlichen Druck abzuliefern. Wir bauten da Typenrad aus der neueren Maschine aus und in die ältere ein.

Ein Fensterreiniger von Kärcher ließ sich angeblich nicht mehr laden. Das stimmte so auch, denn der Akku war „rand“ voll. Das er trotzdem nicht funktionierte lag daran, dass sich die Motorwelle nur schwer drehen ließ. Das änderte sich aber nach einer Reinigung und ein paar Tropfen Öl.

Ein Gast hatte nur die Innenteile einer Ablufthaube mit. Das weder die Beleuchtung noch der Lüftermotor ging lag an einem weggebrannten Leiterzug. Wir vermuteten bei diesem Fehlerbild einen Kurzschluss, aber den fanden wir nicht. Da scheint wohl doch noch ein bisschen Feuchtigkeit mit dran schuld gewesen zu sein. Nach dem Auflöten eines Stück Drahtes funktionierte wieder alles.

Länger dauerte die Reparatur bzw. die Einstellungen an einer Veritas-Nähmaschine. Sie klemmte und nähte damit nicht. Der Greifer war total verstellt und wurde wieder neu justiert. Das lose Kabel am Fußpedal haben wir dann gleich noch mit neu befestigt.

Bei einem Weckradio von Bench war die Wurfantenne abgerissen. Das zu beseitigen war mit dem Lötkolben leicht erledigt.

Bei einer über 40 Jahre alten Zweihandbohrmaschine des WMW Eibenstock, die als Rührer verwendet wird, war die Zuleitung abgerissen. Hier wurde die Maschine geöffnet und das Kabel neu angeschlossen.

Einer Besucherin mit einem Discman konnten wir ganz schnell helfen. Er ließ sich nicht mehr bedienen, was an der aktivierten Tastatursperre lag. Wir haben ihr die Funktionsweise erklärt und dann gleich mal noch die Laseroptik gereinigt.

Als letztes hatten wir dann noch ein Akku-Ladegerät auf dem Tisch, dass nicht zu funktionieren schien. Das lag aber an dem zugehörigen Steckernetzteil, was keine Spannung lieferte. Da in dem Netzteil die Sicherung und bestimmt noch mehr defekt ist, haben wir das Teil einbehalten und ein vorhandenes Gebrauchtes übergeben.

Heute konnten wir 26,2 Kg Müll vermeiden.

- Michael

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  • von erik