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Trotz des sehr warmen und sonnigen Wetters hatten wir auch beim heutigen RepairCafé-Termin in Gruna wieder gut zu tun.

Unsere erste Besucherin kam mit den Inlineskates ihrer Tochter. An diesen waren die Rollenlager sehr schwergängig, weshalb wir diese gemeinsam auseinanderbauten, reinigten und neu ölten. Anschließend liefen sie zwar deutlich leichter, die schlechtere Laufruhe zeigte allerdings, dass die Lager vielleicht doch einer kompletten Erneuerung bedürfen.

An einem „WK35“ Wasserkocher, der sich nicht mehr für seinen Inhalt erwärmen konnte, stellten wir einen kaputten Thermoschalter fest. Da für dieses spezielle Teil kein passender Ersatz zu bekommen ist, bedeutet das leider das Aus für den gesamten Kocher.

Ein anderer Gast brachte einen Hanseatic „CDD-10144“ Akku-Bohrschrauber, dessen zugehöriges Akkuladegerät ohne Funktion blieb und den Akku nicht auflud. Kein Wunder eigentlich, da der Transformator im Steckernetzteil primärseitig keinen Widerstand aufwies, also offensichtlich eine Wicklung durchgebrannt war oder die Thermosicherung ausgelöst hatte. Ein neues Netzteil wäre sicher kein Problem gewesen, allerdings schien der Auslöser des Defektes eine Überlast durch den angesteckten Akku. Im Betrieb mit externem Netzteil jedenfalls zog das Gerät sehr viel Strom. Der Besitzer entschied sich daher dann lieber für die Entsorgung.

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2018/05/27 12:08

Der erste Gast präsentierte uns eine defekte nostalgische Tischlampe - ein ziemlich cooles Teil mit zusätzlich von innen beleuchtetem Standfuß aus Glas. Es hatte aber leider einige Merkmale, die unter heutigen Sicherheitsaspekten einen Weiterbetrieb mit 230 Volt nicht mehr zulassen. Wir haben der Dame empfohlen, die ganze Lampe auf 12 V LED-Leuchtmittel umzustellen. Sie hat sich alles genau notiert, will die benötigten Teile besorgen und sich dann wieder an uns wenden. Schade nur, dass sie ihre Notizen bei uns hat liegenlassen.

Ein „Fritz-Fon“ wollte nicht mehr anzeigen, was es so alles zu bieten hat. Alle winzigen Lötstellen zum Display wurden nachgelötet; ebenso das Flachbandkabel, die BGAs usw. - Alles umsonst, leider konnten wir nicht helfen.

Ein Bluetooth-Lautsprecher - Speaker auf Neudeutsch - hatte sich, wohl unter äußerer Gewalt, von seiner Micro-USB-Buchse getrennt. Wir prüften, wie groß der Schaden auf der verbliebenen Leiterplatte ist, und werden das nächste Mal versuchen, mit der neuen Buchse und uhrmachermäßigem Mikro-Geschick die Verbindungen wiederherzustellen.

Ein Siemens Kaffee-Vollautomat wurde immer gut gepflegt und war trotz genügend Bohnen der Meinung, man sollte doch noch mehr Bohnen nachfüllen (Vielfraß). Nach dem wir den für die Hausfrau versteckten Pulverkaffee-Einfüllkanal gefunden und gereinigt hatten, hatte die Maschine nun eine schmutzige Brüheinheit (wir hatten aber sauberer Hände). Nun jedenfalls mit genügend Bohnen versorgt, präsentierte uns das Ding die Meldung „Brüheinheit reinigen“. Dies nahmen wir zum Anlass, diese doch nochmal einer gründlichen Reinigung mit anschließender Schmierung beim Gast zu Hause zu unterziehen. Der Gast wird hinterher berichten, ob sich nun die Maschine sauber fühlt. Falls nicht, müssen wir nochmal tiefer graben.

Geschätzte Müllgewichtseinsparung diesmal circa 20 Kilogramm.

- René

2018/05/22 22:21

Wie auch schon einen Monat zuvor verlief das heutige RepairCafé eher ruhig.

Eine Besucherin benötigte unsere volle Aufmerksamkeit - mit vielen Fragen zur Bedienung ihrer Handys und zu weiteren technischen Details. Neben der Beantwortung ihrer Fragen hatte Sie auch drei Geräte dabei, die ein kleineres oder größeres Problem aufwiesen.

Ein kleines AIWA Taschenradio aus den frühen 80ern knackste im Betrieb. Das Potentiometer des Lautstärkereglers war verdreckt. Es wurde gereinigt und mit Kontaktpflegemittel behandelt.

Häufige Gäste im RepairCafé sind Wasserkocher - so auch heute! Ein äußerst interessantes Exemplar bekamen wir diesmal zu sehen. Dieser recht alte Kocher hatte - außer der einmalig auslösenden Thermosicherung - keinerlei Abschaltautomatik und lief die ganze Zeit durch. Wir baten die Benutzerin, das Gerät zu ihrer eigenen Sicherheit zu entsorgen.

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2018/05/17 00:00

Nur ein Tag verging und schon waren wir wieder in Freital. Zum heutigen Männertag haben wir uns im Garten eines Mitstreiters getroffen.

Das Wetter war entgegen einigen Meldungen und manchen Gegenden im Westen des Landes sehr schön. Bis auf einen kurzen Schauer am Nachmittag hatten wir super schönes Sommerwetter. Wir genossen den Tag und konnten so auch mal in Ruhe über alles Mögliche quatschen, was bei den (meist arbeitsreichen) RepairCafé-Veranstaltungen oft zu kurz kommt.

Die Kehlen wurden gut geölt und der Grill blieb nicht kalt. Ein wunderschöner Nachmittag und Abend.

2018/05/13 21:42

Bei einer „TKA 6644“ Kaffeemaschine von Bosch ließ sich der Einschalter nicht mehr bedienen - er war im Gehäuse verschwunden. Wir zerlegten das Gerät und erkannten den Fehler: der Schalter war so billig konstruiert, dass die Abdeckkappe der Schalterwippe den Schalter im Gehäuse halten sollte. Er hatte keine weitere Befestigung. An der Kappe war eine kleine Plastiknase abgebrochen und so hielt der ganze Schalter nicht mehr. Wir setzten den Schalter wieder an seine Position und klebten die Abdeckkappe fest. Nun lässt sich die Maschine wieder ein- und ausschalten.

Ein Philips „FW 46/22“ HiFi-Turm wollte keine Kassetten mehr abspielen. Nach einem aufwändigen Auseinanderbauen zeigte sich der übliche Fehler, dass die Gummiriemen nach einigen Jahren an Spannung verloren und eine andere Konsistenz angenommen hatten. Leider passte keiner unserer vorrätigen Riemen, sodass die Besitzerin bis zum nächsten Mal Neue besorgen muss. Dann können wir daran weiterarbeiten.

Die Stäbe eines Krups „3 Mix 7000“ Handrührgerätes brauchten häufig eine Anschubhilfe und blieben bei schwerem Rührgut stehen, obwohl der Motor sich weiter drehte. Nachdem wir im Internet recherchiert hatten, wo sich die Gehäuseschrauben versteckten, öffneten wir das Gerät. An den Plastikzahnrädern des Getriebes konnten wir eine Stellung erkennen, an der die Antriebsschnecke die Zähne „weggefressen“ hatte. Dieser „Totpunkt“ sorgte für die Stockungen. Hier helfen nur neue Zahnräder. Im Internet war lediglich eine komplette Antriebseinheit mit Motor zu finden. Die Besitzerin will noch einmal in Ruhe nach Ersatzteilen suchen und wiederkommen.

Ein Fahrrad wurde zu uns geschoben, weil es wegen eines platten Hinterrades nicht mehr fahrbar war. Wir bauten das Hinterrad aus, was wegen der Schnellspanner sehr einfach ging. Der Mantel ließ sich auch leicht von der Felge lösen. Nun konnten wir eine poröse Stelle am Ventilansatz des Schlauches feststellen. Zum Glück hatte der Besitzer gleich einen neuen Schlauch mitgebracht, der im Handumdrehen eingebaut war. Anschließend noch das Rad montiert und Luft aufgepumpt, und der Besitzer konnte sich wieder sportlich fortbewegen.

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2018/05/13 21:35

Bei den RepairCafés im Vereinshaus ist meist sehr viel los. So auch beim heutigen Termin.

Einer professionellen italienischen „A6“ Kaffeemühle von Faema war nicht mehr nach Mahlen zumute - jedenfalls dachte dies ihr Besitzer. Abgesehen vom kaputten Taster im Kaffeemehl-Auffangbehälter, für den er bereits passenden Ersatz besorgt hatte und der daher schnell getauscht war, hatte er anscheinend einen Sicherheitsschalter übersehen. Dieser wird mit aufgesetzter Bohnenzufuhr betätigt und ermöglicht dann erst den Betrieb.

Ein „Bea-fon“ Mobiltelefon signalisierte ständig einen Kamerafehler und war in diesem Zustand nicht mehr zu gebrauchen. Dem Fehlerbild nach zu urteilen ist hierfür wahrscheinlich ein Bruch im Flachbandkabel verantwortlich, wie es bei vielen Telefonen mit Slider- oder Klappmechanismus nach einiger Zeit auftritt. Weil keinerlei Ersatzteile verfügbar sind und ein Neues vermutlich günstiger wäre, berieten wir den Gast lediglich bei der Wahl eines geeigneten Modells.

An einem sporadisch funktionierendem Rasierapparat stellten wir einen defekten Elektromotor fest, nachdem die Akkuzelle und sämtliche Kontakte für fehlerfrei befunden wurden. Der Gast versucht nun, einen Neuen zu beschaffen und wird damit noch einmal wiederkommen.

Keine Regung zeigte eine Tischwaage von Hendi. Wahrscheinlich ein Kontaktproblem, dachten wir, und erneuerten die Verbindungen zwischen Hauptplatine, dem Wägekörper und dem Batteriefach. Beim Einsetzen der Batterien bemerkten wir aber, dass dieses gerissen war und einer der Batteriekontakte deshalb nachgab. Um wieder sicheren Kontakt herzustellen, bauten wir an jener Stelle einen Anschlag ins Gehäuse, mit dem das Problem dann behoben war.

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2018/05/04 19:00

Dank der guten Vorbereitung durch die fleißigen Helfer des Sigus e.V. und aus der Grunaer Nachbarschaft konnte es diesmal recht pünktlich losgehen. Kaffee und Tee waren bereits gekocht und auch zahlreiche süße Leckereien standen schon bereit (vielen Dank an dieser Stelle an alle Spender!). Mit Beginn um 17 Uhr kamen dann auch die ersten Gäste mit ihren kaputten Geräten.

Ein Brother „MFC J470DW“ Multifunktionsdrucker erkannte die gelbe Farbpatrone nicht mehr. Sein Besitzer äußerte den Verdacht, dass in der Aufnahme eine Feder zur Kontaktierung des Patronenchips abgebrochen sein könnte. Nach Zerlegung des Gerätes und näherer Inaugenscheinnahme konnten wir dies zwar bestätigen, fanden im Gehäuse jedoch keine Spur des fehlenden Kontaktes. Das defekte Teil wurde ausgebaut und der Gast beraten, wie er hierfür passenden Ersatz bekommen kann. Sollte das nicht klappen, müssen wir sonst beim nächsten Mal eine geeignete Lösung mit Teilen aus der Bastelkiste improvisieren.

Mit einer Canon EOS 550D Digitalkamera, die sich nicht mehr einschalten ließ, erschien unser nächster Besucher. In Erwartung einer langwierigeren Reparatur reinigten wir zunächst die Kontakte im Batteriefach mit einem Glasfaserpinsel. Überraschenderweise verhalf das der Kamera aber schon zu neuem Leben. Nachdem sie nun wieder ging, klebte der Besitzer im Anschluss noch die Gummierung am Haltegriff, die sich allmählich abzulösen drohte.

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2018/04/27 20:37
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  • Zuletzt geändert: 2016/02/19 21:27
  • von erik