RepairCafé am 1. Oktober 2020 in der Dürerstr.

Auch heute haben wir nach den vielen telefonischen und schriftlichen Anmeldungen schon vermutet, dass es viel zu tun gibt. Einige haben sich sogar schon zum Termin im November eintragen lassen. Unangemeldet konnten wir dadurch nur 2 Besucher noch reinschleusen, weiteren ohne Termin konnten wir heute leider nicht helfen.

Los ging es mit einer Yamaha HiFi-Anlage, die sich schon mit einem Alter von 5 Jahren nicht mehr einschalten ließ. Die Fehlersuche führte wieder mal zu einem defekten Elko im Standby-Netzteil, den wir vorrätig hatten und tauschen konnten. Damit funktionierte die Anlage dann wieder.

Der Laptop einer Besucherin wollte nicht mehr booten. Die Untersuchung der Festplatte ergab dann, dass es einige defekte Sektoren gab und der Zugriff auf das „home-directory“ nicht möglich war. Wir erklärten ihr, wie sie von der Festplatte ein Abbild erstellen kann. Da das sehr lange dauert, wird sie das zu hause mit Hilfe ihres Sohnes machen. Damit kann sie dann versuchen, auf ihre Daten zuzugreifen und sie hoffentlich auch retten.

Der Besitzer mit dem Bosch Akkubohrhammer aus dem letzten RepairCafé in Gorbitz hatte einen neuen Motor besorgt und hat ihn mit unserer Hilfe eingebaut. Jetzt funktioniert er wieder wie er soll und raucht auch nicht mehr.

Ein bisschen größer war dann der Aufwand an einer 40 Jahre alten Handbohrmaschine „HBM250“ von Schmalkalden. Sie ließ sich nicht mehr einschalten. Ursache war hier ein rückstellbarer Bimetall-Thermoschalter, bei dem der Keramikkörper gebrochen war. Wir haben eine ganze Weile nach Ersatz gesucht, aber nichts Passendes gefunden. Die Lösung könnte eine Einweg-Thermosicherung sein, die wir dann auch eingebaut haben – aber eben eine Einweg – immer schön vorsichtig und nicht zu heiß werden lassen.

Dann kam das erste Rührgerät dran. Nach der Angabe des Besuchers solle es nicht mehr angehen, also haben wir es gleich demontiert und gereinigt. Einen Defekt konnten wir allerdings nicht finden. Nach dem Zusammenbau funktionierte es auch.

Die Reparatur eines Philips CD-Recorders zog sich auch ganz schön in die Länge. Da ließ sich eine Schublade gar nicht und die andere nur manchmal öffnen. Unsere Vermutung waren abgenutzte Riemen, nur war das Rankommen schwierig. Nach dem Wechsel der beiden Riemen funktionierte eine Schublade wieder richtig, die andere aber dafür gar nicht mehr. Hier müssen wir wohl das nächste Mal noch mal ran.

Ein Radiorecorder von Elta ließ sich nicht mehr anschalten. Ursache war hier ein nicht richtig gestecktes Anschlusskabel, dessen Stecker nur locker in der Gerätebuchse steckte. Mit bisschen mehr Kraft reingesteckt funktionierte es. Hier muss wohl ein neues Anschlusskabel her.

Bei einem mobilen CD-Player von Basetech waren die Batterien ausgelaufen. Nach der Reinigung der Kontakte mit dem Glasfaserpinsel und dem Einlegen neuer Batterien funktionierte auch das Gerät wieder.

Eine Besucherin hatte zu Hause ein AKA Handrührgerät auseinandergenommen und gereinigt und brachte es dann nicht wieder zusammen. Wir haben vor dem Zusammenbau noch das Getriebe demontiert, denn das ist bei diesem Typ offen und da hat sich ganz schön viel zwischen die Zähne gesetzt. Nach der Reinigung kam neues Fett rein, dann wurde noch ein Kabelbruch beseitigt und dann machte auch das Gerät wieder die bekannten Geräusche.

Ein Blu-ray-Player von Yamaha hatte auch ein Problem mit der CD-Schublade. Die öffnete manchmal nicht. Die Ursache lag in der Magnethalterung der CD. Die war so stark, dass der CD-Schlitten nicht herunterfahren konnte. Nach der Entfernung von einer Magnetscheibe funktionierte es wieder (Fertigungsfehler?).

Die nächste Besucherin brachte ein demontiertes und gereinigtes Rührgerät mit. Auch sie brachte es nicht mehr zusammen. Da hatten wir ja nun schon Erfahrung …. Getriebe demontieren, reinigen, fetten und wieder zusammenbauen.

Für die Zahnbürste aus dem letzten RepairCafé im EMMERS hatte die Besitzerin einen neuen Akku bestellt. Leider passte der nicht in die Maschine, da der Durchmesser zu groß war. Hier wird sie beim Händler reklamieren, denn der Akku war genau für diese Zahnbüste angegeben.

Ein RFT-Plattenspieler hatte einen Transportschaden. Der Tonarm war ausgehakt und die Nadel verbogen. Den Tonarm haben wir wieder an die richtige Stelle bekommen, aber leider funktionierte das Absenken dann nicht. Da muss wohl nochmal unser Profi für diese Geräte ran. (Nach Corona.)

Dann kam noch ein Besucher mit einem 50 Jahre alten Rührgerät „RG5“. Es sollte nicht mehr einzuschalten gehen, aber hier funktionierte alles. Wir konnten keinen Fehler finden. Zumindest konnten wir dann das Gerät noch die mit den fehlenden Schrauben wieder komplettieren.

Bei einem Laptop-Netzteil war das Kabel aus dem Gehäuse gerissen. Der Besitzer hat versucht das Gehäuse zu öffnen, was ihm dann auch gelang. Allerdings funktionierte das Netzteil dann nicht mehr. Heute reichte die Zeit nicht mehr, um das defekte Bauteil zu finden – das nächste Mal macht er weiter.

Der Videorekorder „Daewoo V-737“ vom vorletzten Mal wurde wieder gebracht. Zwischenzeitlich hatten wir den Schaltplan aufgetrieben und so war die Fehlersuche deutlich einfacher. Die vermuteten Kondensatoren erwiesen sich als gut, aber ein kleiner Widerstand im Spannungsteiler für den SMPS-Chip hatte eine Unterbrechung, obwohl man nichts erkennen konnte. Den Widerstand erneuerten wir und dann ging der Videorekorder wieder.

Heute konnten wir 19 kg Müll vermeiden.

- Micha

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  • von erik